Hopfen, Malz und High-Tech: Ein Blick hinter die Kulissen der Bürgerbräu
HERSBRUCK – Im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Hersbruck erleben“ lud die CSU in Hersbruck zu einer besonderen Betriebsbesichtigung ein. Über 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung, um eines der traditionsreichsten Aushängeschilder der Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen: die Bürgerbräu Hersbruck.
Die Resonanz war groß, als die beiden Ortsvorsitzenden Götz Reichel (CSU Hersbruck) und Peter Uschalt (CSU Altensittenbach) die Teilnehmer auf dem Brauereigelände begrüßten. Beide betonten in ihren Einleitungsworten die Bedeutung des lokalen Mittelstands: „Es ist uns wichtig, nicht nur über Wirtschaft zu reden, sondern direkt vor Ort zu sehen, mit wie viel Herzblut und Innovationskraft unsere heimischen Betriebe geführt werden“, so Uschalt.
Von der Schrotmühle bis zum Lagerkeller
Brauereichefin Sonja Weid ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe persönlich durch den Betrieb zu führen. Mit einer Mischung aus fachlicher Expertise und einer spürbaren Leidenschaft für das Brauhandwerk erklärte sie den Weg des Bieres – angefangen bei der sorgfältigen Auswahl regionaler Rohstoffe über den Sudprozess bis hin zur Gärung. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der Philosophie des Hauses, die konsequent auf Qualität statt auf Masse setzt. Ein Thema, das bei den Gästen für besonders große Anerkennung sorgte, war das ökologische Engagement des Familienbetriebs. Die Bürgerbräu ist als „Solar-Bier“-Brauerei zertifiziert. Das bedeutet, dass für den Brauprozess ausschließlich regenerative Energien verwendet werden – ein klares Statement für den Klimaschutz direkt vor der Haustür.
Das Herzstück: 3.000 Flaschen pro Stunde
Der technologische Höhepunkt der Führung war zweifellos die neue, hochmoderne Flaschenabfüllanlage. Sonja Weid bestätigte hierbei die beeindruckende Kapazität, die bereits in Fachkreisen für Aufsehen sorgte: Rund 3.000 Flaschen pro Stunde flitzen hier über das Band. Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort Hersbruck und sorgt dafür, dass die Hersbrucker Biere effizient und unter höchsten Hygienestandards in die Kästen der Region gelangen.
Mehr als nur ein Getränk: Tradition trifft Moderne
Die Bürgerbräu Hersbruck ist heute eine der letzten verbliebenen Privatbrauereien im Landkreis Nürnberger Land, die noch eigenständig vor Ort produziert. Mit einer Geschichte, die tief in der Stadtchronik verwurzelt ist, hat sich die Brauerei unter der Führung von Sonja Weid erfolgreich modernisiert, ohne ihre Wurzeln zu vergessen.
Ein Energie-Hub für die Stadt
Doch die Brauerei ist nicht nur Produktionsstätte für Gerstensaft, sondern auch ein wichtiger Baustein der städtischen Infrastruktur. Sonja Weid erläuterte die Kooperation mit der HEWA: Direkt auf dem Brauereigelände befindet sich die eine Heizzentrale der Fernwärmeversorgung. Diese Synergie zwischen lokaler Wirtschaft und öffentlicher Versorgung sichert eine effiziente Energienutzung für weite Teile der Nachbarschaft.
Austausch bei Brotzeit und Zwickelbier
Nach dem informativen Rundgang war der Wissensdurst gestillt, der Durst auf die Spezialitäten des Hauses jedoch geweckt. Bei einer zünftigen fränkischen Brotzeit und den verschiedenen Bierspezialitäten der Bürgerbräu bot sich ausreichend Gelegenheit für angeregte Gespräche. In lockerer Runde wurden nicht nur Details des Brauvorgangs vertieft, sondern auch aktuelle Themen der Stadtpolitik diskutiert.
Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: „Hersbruck erleben“ machte seinem Namen alle Ehre. Die CSU in Hersbruck bedankte sich mit einem Blumenstrauß herzlich bei Sonja Weid für die Gastfreundschaft und den faszinierenden Einblick in die Welt des Hersbrucker Brauwesens.




